
Landesverband Schleswig-Holstein
Bericht vom Landesdelegiertentag am 16.04.2004
Liebe Landesverbandsmitglieder,
am 16.04.2004 fand in Neumünster ein
Landesdelegiertentag statt. Dies war notwendig geworden, da nach dem
Rücktritt Germar Noltes vom Amt des Landesverbandsvorsitzenden aus
gesundheitlichen Gründen die Neuwahl der Landesverbandsleitung
erforderlich war. Nachfolgend Auszüge aus dem Protokoll:
Ort: Vereinsheim des FTN,
Stettiner Str. 38, Neumünster
Datum: 16.04.2004
1.) Eröffnung durch den
Landesverbandsleiter
Der kommissarisch geschäftsführende Landesverbandsleiter
Heinz Kollmeier eröffnet den Landesdelegiertentag um 19.35 Uhr und
begrüßt die Anwesenden.
2.) Feststellung der
Beschlußfähigkeit
Die Einladung zum Landesdelegiertentag (Anlage 1) erfolgte
fristgerecht, der Landesdelegiertentag ist somit
beschlußfähig. Es sind 17 Delegierte anwesend (Anlage 2).
3.) Bericht der
Landesverbandsleitung
Heinz Kollmeier berichtet stellvertretend für den
zurückgetretenen Landesverbandsleiter Germar Nolte:
Bei den bisher durchgeführten Landsmeisterschaften 2004 ist eine
in etwa ähnlich hohe Beteiligung wie im Jahr 2004 zu verzeichnen.
Eine noch stärkere Beteiligung aller Landesverbandsmitglieder
wäre wünschenswert. Die Kapazitäten auf den
Schießständen für die Wettbewerbe sind noch nicht
ausgeschöpft.
Seit Anfang 2004 ermöglicht der BDMP seinen
schleswig-holsteinischen Mitgliedern das Trainieren der Disziplin 1500
auf dem Schießstand in Quickborn. Vorerst bis zum Sommer 2004
wurde ein Mietvertrag für Schießzeiten jeweils mittwochs
abends von 20.00 bis 22.00 Uhr geschlossen. Interessenten an der
Trainingsmöglichkeit werden gebeten, sich beim Landesreferenten
1500, Helge Peters, anzumelden.
Es wurden vom Landesverband zwei Timer für die Disziplinen 1500
und Sportliche Flinte sowie ein Scoreboard für die Disziplin
Sportliche Flinte angeschafft.
Es gibt keine Probleme in der Zusammenarbeit mit den waffenrechtlichen
Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein und den benachbarten
Bundesländern. Die vom Landesverband Schleswig-Holstein
ausgestellten Sportschützenbescheinigungen und waffenrechtlichen
Befürwortungen werden in der Regel anerkannt.
Es wird darauf verwiesen, daß die schleswig-holsteinischen
Behörden die sogenannte 2/6-Regelung, also den maximalen Erwerb
von zwei erlaubnispflichtigen Schußwaffen innerhalb eines
Zeitraumes von sechs Monaten, zur Zeit als auch für die (gelben)
Sportschützen-WBKs geltend auslegen. Es liegt somit in der
Verantwortung des Sportschützen, dieses Kontingent nicht zu
überschreiten. Es laufen jedoch bundesweit Musterverfahren, u.a.
mit Unterstützung des Forum Waffenrecht, um diese streitige
Auslegung der 2/6-Regelung gerichtlich zu überprüfen.
4.) Wahlen
4.1.) Wahl des Wahlleiters
und Ernennung eines Beisitzers
Detlef Mesletzky wird als Wahlleiter vorgeschlagen und mit 16
Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen gewählt. Detlef Mesletzky nimmt die
Wahl an und beruft Ulf Thiele zum Beisitzer.
4.2.) Wahl der
Landesverbandsleitung
Zum Landesverbandsleiter wird der bisherige stellvertretende und
kommissarische Landesverbandsleiter Heinz Kollmeier (SLG Boostedt 300)
vorgeschlagen. Heinz Kollmeier stellt sich für das Amt zur
Verfügung. Heinz Kollmeier wird mit 16 Ja-Stimmen ohne
Gegenstimmen gewählt und nimmt die Wahl an.
Zum stellvertretenden Landesverbandsleiter wird Hans-Hermann Reichwald
(SLG Travetal) vorgeschlagen. Hans-Hermann Reichwald stellt sich
für das Amt zur Verfügung. Hans-Hermann Reichwald wird mit 16
Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen gewählt und nimmt die Wahl an.
Zum Landessportleiter wird der bisherige Amtsinhaber Holger Stippel
(SLG Practical Kaltenkirchen) zur Wiederwahl vorgeschlagen. Holger
Stippel stellt sich für das Amt zur Verfügung. Holger Stippel
wird mit 16 Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen gewählt und nimmt die
Wahl an.
Zum Landesschriftführer wird der bisherige Amtsinhaber Michael
Gurezka (SLG LR Eckernförde) zur Wiederwahl vorgeschlagen. Michael
Gurezka stellt sich für das Amt zur Verfügung. Michael
Gurezka wird mit 16 Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen gewählt und nimmt
die Wahl an.
Zum Landesschatzmeister wird der bisherige Amtsinhaber Gerhard Fischer
(SLG Elmshorn) zur Wiederwahl vorgeschlagen. Gerhard Fischer stellt
sich für das Amt zur Verfügung. Gerhard Fischer wird mit 16
Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen gewählt und nimmt die Wahl an.
4.3.) Beratung und
Beschlußfassung zu Anträgen
Eike Winkelmann von der SLG Kaltenkirchen möchte im
Landesverband die Förderung und Organisation der
Flintendisziplinen Skeet, RF2 und DF2 übernehmen. Die
Landesverbandsleitung setzt Eike Winkelmann daher als Landesreferenten
für die genannten Disziplinen ein.
4.4.) Verschiedenes
Heinz Kollmeier verweist auf überregionale BDMP-Wettbewerbe:
Deutsche Meisterschaften im Dynamischen Kleinkaliberschießen mit
Kurz- und Langwaffen am 12./13.06.2004 in Sembach bei Kaiserslautern
sowie Thüringen-Pokal in den Flintendisziplinen am 01.05.2004
ebenfalls in Sembach bei Kaiserslautern.
Detlef Mesletzky berichtet, daß die erste Sitzung des nach dem
Waffengesetz vorgesehenen Fachbeirates stattgefunden hat. Der BDMP e.V.
wird demnach noch organisatorische Veränderungen in seiner Arbeit,
speziell in der Ausbildung von Aufsichtspersonal und in der Bearbeitung
waffenrechtlicher Befürwortungen, vornehmen müssen, um die
staatliche Anerkennung als Schießsportverband auch langfristig zu
erhalten. Diese Veränderungen stehen vor allem in Zusammenhang mit
der Tatsache, daß nur der Bundesverband nach außen hin
vertretungsberechtigt für den BDMP e.V. ist.
Die BDMP-Sportordnung in der neuesten Fassung liegt zur Zeit noch nicht
in Druckversion vor, da die letzten kleineren Änderungen noch mit
der zuständigen Behörde abgestimmt werden müssen. Sobald
dies erfolgt ist, wird die Sportordnung auf www.bdmp.de im Internet
veröffentlicht werden und anschließend auch als Druckversion
bestellbar sein.
Der BDMP hat eine Ausnahmegenehmigung betreffend der Zulassung von
Revolvern mit Lauflängen unter 3" beantragt. Der
abschließende Bescheid wird in absehbarer Zeit erwartet und das
Präsidium geht von einer positiven Entscheidung aus. Allerdings
wird der Erwerb und Besitz dieser Waffen voraussichtlich nur
„erfahrenen" 1500-Schützen zugestanden werden.
Aus dem Kreis der Delegierten wird der Wunsch nach einer
Zusammenstellung der für die einzelnen Disziplinen zugelassenen
Waffen geäußert, da es hierbei anläßlich von
Waffenkontrollen bei Wettkämpfen offenbar häufiger zu
unterschiedlichen Entscheidungen kommt. Detlef Mesletzky verweist
darauf, daß es grundsätzlich in der Verantwortung des
Schützen liegt, den Nachweis über die Zulassungsvoraussetzung
zu führen, beispielsweise bei der Frage, ob eine bestimmte Waffe
als Dienstwaffe eingeführt wurde. Weiterhin wird darauf
hingewiesen, daß es bei der Vielzahl der vorhandenen
Waffenmodelle äußerst schwierig sei, eine vollständige
Liste zu erstellen.
Aus dem Kreis der Delegierten wird darauf hingewiesen, daß die
Regelung der Helferentschädigungen für Wettkämpfe einer
Lösung bedarf, da es bereits Probleme bereite, notwendige
Standaufsichten zu stellen. Detlef Mesletzky berichtet dazu, daß
noch keine abschließende Entscheidung getroffen sei. Zur Zeit
können aufgrund steuerrechtlicher Bestimmungen lediglich
Tagesgelder nach der Liste des Bundesfinanzministeriums ausbezahlt
werden (€ 6,-- ab achtstündiger Tätigkeit, € 12,-- ab
14-stündiger Tätigkeit und € 24,-- bei mehr als
24-stündiger Tätigkeit). Zusätzlich können auch
Kilometergelder (€ -,30 pro Kilometer) gewährt werden. Beides
allerdings nur, wenn der Antragsteller ausschließlich als Helfer
am Wettkampf teilnahm und nicht auch selbst als Schütze.
Aus dem Kreis der Delegierten wird bemängelt, daß vom
Landesverband zu wenige Wiederladelehrgänge nach dem
Sprengstoffgesetz angeboten werden. Der Landesvorstand erläutert
dazu, daß die Durchführung dieser Lehrgänge nicht dem
Landesverband obliegt, sondern daß diese Lehrgänge
kommerzieller Natur sind und darüber hinaus einer Lizenzierung
durch die zuständigen Behörden bedürfen. Es wird darauf
hingewiesen, daß der frühere Landesverbandsleiter Germar
Nolte ab Spätsommer 2004 wieder derartige Lehrgänge anbieten
will.
Ebenfalls bemängelt wird das unzureichende Angebot an
Schießleiterausbildungen, die u.a. auch Vorausetzung für die
Ausbildung von Range Officers für bestimmte Disziplinen ist.
Detlef Mesletzky entschuldigt sich für die Verzögerungen bei
der Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebes unter Verweis auf seine
Aufgaben als Bundessportleiter und sagt eine Verbesserung der Situation
zu.
Es wird darauf hingewiesen, daß die Versorgung mit
Langwaffen-Schießständen, besonders der
Bundeswehr-Standortschießanlagen mit 300-m-Bahnen, in
Schleswig-Holstein unzuverlässig ist und u.U. mit dem Wegfall
weiterer Trainingsmöglichkeiten durch Schließung dieser
Einrichtungen gerechnet werden muß. Der Bundesverband wird
gebeten, in dieser Frage „am Ball" zu bleiben und im Falle weiterer
Schließungen von Bundeswehr-Standortschießanlagen auch den
eventuellen Kauf einer solchen Anlage in Schleswig-Holstein ins Auge zu
fassen.
Hanno Bornhövet von der SLG Travetal weist darauf hin, daß
es auf dem von der SLG Travetal genutzten Schießstand Klein
Wesenberg gute Trainingsmöglichkeiten für
Langwaffendisziplinen bis 100 m gibt und Training dort in Absprache mit
der SLG Travetal auch noch weiteren Schützen angeboten werden kann.
Allgemein wird der Wunsch geäußert, daß der
Landesverband eine Liste der SLGen mit den von diesen
schwerpunktmäßig geschossenen Disziplinen und den
Standmöglichkeiten erstellen möge. Eine solche Liste
könnte die Wahl der „richtigen" SLG erleichtern und auch
Neumitgliedern zur besseren Orientierung dienen.
Es wird die Inaktivität auf dem Schwarzpulversektor beklagt. Die
vom Landesreferenten Schwarzpulver zugesagte Abklärung der
Schießstandfrage und die für dieses Jahr angekündigten
Landesmeisterschaften haben und werden offensichtlich nicht
stattfinden. Dies ist umso bedauerlicher, da die
Schwarzpulverdisziplinen beispielsweise durch den Gewinn der
Mannschafts-Weltmeisterschaft durch das BDMP-Team zu einem
Aushängeschild des Verbandes werden könnten.
Der Landesschriftführer bedauert, daß für zwar auf der
Homepage des Landesverbandes durch die SLGen angekündigte
Wettkämpfe anschließend in einigen Fällen keine
Ergebnislisten zur Veröffentlichung übersendet wurden und
bittet, dies in der Zukunft zu verbessern.
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. Der Landesverbandsleiter
Heinz Kollmeier beschließt den Landesdelegiertentag um 20.51 Uhr.
Michael Gurezka
Landesschriftführer
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