Bericht von der SLG-Leiter-Versammlung am
20.12.2005
(Auszüge aus dem Protokoll der
SLG-Leiter-Versammlung vom
20.12.2005)
Ort: Vereinsheim des FTN, Stettiner
Str. 38, Neumünster Datum: 20.12.2005
Eröffnung durch den
Landesverbandsleiter. Als Gäste sind zwei Vertreter des
Landesverbandes Hamburg anwesend: Christian Rudolph (Stv. LV-Ltr.) und
Siamak Norusi (SpLtr. Kurzwaffe).
Heinz Kollmeier berichtet von der
Bundesbeiratsitzung 2005:
Das Präsidium stellte vier Einzelanträge, die
Landesverbandsleiter von Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen und
Nordrhein-Westfalen ihrer Ämter zu entheben sowie
Verbandsausschlussverfahren einzuleiten. Dies u.a. aufgrund der
Vorwürfe aus der sogenannten Göttinger Erklärung sowie
weiterer Vorfälle. Die vier Landesverbandsleiter wurden durch den
Bundesbeirat ihrer Ämter enthoben und mussten daraufhin die
Sitzung verlassen. Genauere Informationen zu den Vorwürfen, den
Diskussionen und dem Abstimmungsverhalten im Bundesbeirat erscheinen in
der nächsten V0.
Der Termin für den Bundesdelegiertentag 2006 wurde auf den
21.05.2006 festgelegt. Der Bundesdelegiertentag wird in den Messehallen
Erfurt stattfinden.
Die BDMP-eigene Bianchi-Cup-Schießanlage auf dem
DEVA-Schießstand in Berlin wird abgebaut, vorerst eingelagert und
eventuell zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise auf dem
BDMP-eigenen Schießstand in Alsfeld wieder aufgebaut werden. Die
DEVA möchte über den Stand in Berlin in anderer Weise
verfügen.
Die vom Präsidium beauftragten Wirtschaftsprüfer berichteten,
dass die Finanzen des BDMP e.V. zwar gesichert seien, doch habe es in
der Vergangenheit Missstände in der Verwaltung der Finanzmittel
durch die Bundesgeschäftstelle gegeben.
Ab 2006 wird es einen für alle Verbände bundeseinheitlichen
Fragenkatalog für Sachkundeprüfungen geben. Bisher wurde beim
BDMP mit einem eigenen, jedoch vom Bundesverwaltungsamt genehmigten
Fragenkatalog gearbeitet. Man erwartet keine grundlegenden
Änderungen.
Für die im Rahmen der Sachkundeprüfung abzulegende
Schießfertigkeitsprüfung Langwaffe wurde beschlossen, dass
diese zukünftig auch auf 50 Meter auf verkleinerte Scheiben
geschossen werden kann und dass zukünftig 3 Treffer bei 5 Schuss
ausreichend sind (50 m und 100 m). Die neue Regelung soll die
Schießstandproblematik für Sachkundeprüfungen
lösen.
Es ist nicht vorgesehen, im Langwaffenbereich spezielle
Sportdisziplinen für die sogenannten „Monsterkaliber“, z.B. .50
BMG, einzuführen. Dies ist in Kombination mit der für
zahlreiche Dienstgewehrdisziplinen vorgesehenen Kaliberbegrenzung auf 8
Millimeter von Bedeutung.
Schießaufsichten müssen nicht unbedingt Schießleiter
sein. Prinzipiell kann jeder Sachkundige auch die Schießaufsicht
führen. Es muss jedoch eine entsprechende Legitimation des
Verbandes vorliegen. Für Schießleiter ist dies der
Schießleiterausweis. Für andere Sachkundige kann
zukünftig eine entsprechende Legitimation bei der
Bundesgeschäftsstelle über den Landesverband angefordert
werden.
Für neu auszustellende Vereins-Waffenbesitzkarten der SLGen im
BDMP e.V. ist zukünftig grundsätzlich nur noch die
Kreispolizeibehörde Paderborn zuständig, da nur der
Bundesverband den Vereinsstatus nach §26 BGB hat. Ausnahmen sind
u.U. für solche SLGen möglich, die selbst eingetragene
Vereine sind. Allerdings müssen diese SLGen dann selbst notwendige
Versicherungen für das Schießen mit diesen Vereinswaffen
abschließen.
Der BDMP-eigene Schießstand in Trügleben wird bis 2007
weiter ausgebaut. Verzögerungen beim Ausbau gab und es gibt es
durch immer schärfere Auflagen bezüglich der umgebenden
Naturschutzgebiete. Die Anlage ist jedoch mit 100- und
300-m-Ständen in Betrieb und die 25- und 50-m-Stände werden
zur Zeit geschaffen. Die weiteren Ausbaukosten werden mit rund 450.000
Euro pro Jahr beziffert.
In der Bundesgeschäftsstelle wurden Herr und Frau Kaesberg
aufgrund der Abrechnungsmängel (siehe auch oben) entlassen. Es
wurden zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt.
Bundesweit ist ein deutlicher Anstieg bei den SLG-Neugründungen zu
verzeichnen.
Der laut BDMP-Satzung vorgesehene Controller wurde gewählt und
eingesetzt.
Das neue Wettkampf-Auswerteprogramm Aschera steht in Kürze zur
Verfügung. Es wird zuerst eine voll funktionsfähige, jedoch
auf 90 Tage Laufzeit begrenzte Testversion für alle Mitglieder zur
Verfügung stehen. Etwas später wird dann die endgültige
Version zur Verfügung stehen, die jedoch vom Präsidium
lizenziert werden muss. Die Kosten für Aschera übernimmt der
Bundesverband.
Das Budget des BDMP für 2006 beträgt etwa 1,7 Mio. Euro. Den
größten Teil der Ausgaben machen die Ausbauten der
Schießstände Trügleben und Alsfeld sowie die
Unterstützung anderer durch den BDMP genutzter
Schießstätten aus. Der BDMP verfügt zur Zeit über
finanzielle Reserven in Höhe von mehr als 300.000 Euro, in 2006
werden rund 200.000 Euro erwartet.
An der SLG-Leiter-Sitzung nehmen auch zwei Vertreter des
Landesverbandes Hamburg teil, um sich nach der Amtsenthebung des
bisherigen Hamburger Landesverbandsleiters über die Entwicklung im
BDMP zu informieren. Christian Rudolph ist vom Präsidium mit der
Durchführung einer Hamburger Landesdelegiertensitzung beauftragt
worden, auf der ein neuer Landesverbandsleiter gewählt werden
soll. Dies wird voraussichtlich am 16. Februar erfolgen.
Auf der Bundesbeiratssitzung wurde von einem Präsidiumsmitglied
beantragt, die Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein
zukünftig zusammen zu legen. Christian Rudolph möchte hierzu
ohne ein Votum des Hamburger Landesverbandes keine Stellung nehmen und
verweist auf den anstehenden Hamburger Delegiertentag. Unter den
Anwesenden aus Schleswig-Holstein ist zu diesem Vorschlag keine
einheitliche Meinung erkennbar und es wird angeregt, gegebenenfalls
hierzu auch ein Votum des schleswig-holsteinischen Landesverbandes
einzuholen. Es wird von Heinz Kollmeier darauf verwiesen, dass der
Bundesbeirat eine Vereinigung der beiden Landesverbände auch ohne
Rücksprache erlassen könnte.
Die ersten Termine für
Landesmeisterschaften und Wettkämpfe 2006 stehen fest und werden
in den kommenden Tagen im Internet veröffentlicht. Es wird
ausführlich über die teilweise geringe Beteiligung an den
Landesmeisterschaften, insbesondere im Langwaffenbereich, diskutiert.
Schon auf der letzten SLG-Leiter-Sitzung wurde daher beschlossen, einen
Teil der dem Landesverband zur Verfügung stehenden Finanzmittel
zur Subventionierung der Startgelder bei Landesmeisterschaften
einzusetzen. Darüber hinaus soll ein Aufruf an alle Mitglieder des
Landesverbandes im Internet veröffentlicht werden, sich
stärker sportlich zu engagieren.
Detlef Mesletzky berichtet über
diverse Änderungen an der Sportordnung, u.a. die Kaliberbegrenzung
auf 8 Millimeter bei den Dienstgewehren und neue Gewichtsregelungen bei
den ZF-Disziplinen. Neue Sportdisziplinen sind in der Vorbereitung.
Schatzmeister Gerhard Fischer ist von
seinem Amt zurück getreten. Die SLG-Leiter-Sitzung dankt Gerhard
für seine hervorragende Amtsführung in den vergangenen Jahren.
Als Nachfolger wird Christian Pohl von der SLG Travetal vorgeschlagen
und von der Versammlung einstimmig gewählt. Christian nimmt die
Wahl an.
Heinz Kollmeier berichtet, dass die dem
Landesverband jährlich zur Verfügung stehenden Finanzmittel
rund 3.000 Euro betragen. Die Gelder müssen jedoch zweckgebunden
vom Präsidium abgefordert werden.
Ein Schießleiterlehrgang wird im
Januar in Kaltenkirchen durchgeführt. Für den Februar ist ein
weiterer Sachkundelehrgang geplant.
Die SLG Schönkirchen hat sich neu
gegründet.
Peter Hahn verweist auf die Schießmöglichkeiten auf dem
Stand der SLG Fehmarn in Oldenburg. Schießzeiten gibt es montags,
mittwochs und samstags abends. Das Schießgeld beträgt 4 Euro
pro Abend zzgl. Scheibengeld.
Der oben schon erwähnte Internetaufruf an die Mitglieder des
Landesverbandes soll auch die Bitte enthalten, dem Landesverband
möglichst viele E-mail-Adressen von Mitgliedern bekannt zu geben.
Informationen des Landesverbandes könnten dann in Zukunft auch
direkt an die SLGen oder an die Mitglieder gehen. Aus finanziellen
Gründen ist der Landesverband nicht in der Lage, die Einladungen
per Post an alle Mitglieder zu verschicken und die
Veröffentlichung in der V0 aufgrund der Erscheinungsweise der V0
und leider häufig vorkommender kurzfristiger Terminänderungen
unpraktikabel.
Michael
Gurezka (Landesschriftführer)
Copyright (c) by BDMP Landesverband
Schleswig-Holstein