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Sportwaffen-Informationen: Pistolen


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Colt Modell 1911 A1

Die Colt 1911 ist eine der bekanntesten Pistole überhaupt. Die Waffe wurde in ihrer ersten Version bereits 1911 als Dienstwaffe bei der US-Armee eingeführt und blieb dort in nur leicht veränderter Form bis in die 80er Jahre in Gebrauch. Bei Spezialeinheiten der Armee und der Polizeien ist sie jedoch nach wie vor -und sogar wieder zunehmend - im Einsatz. Es handelt sich um eine Ganzstahlpistole, deren Magazin sieben Patronen des Kalibers .45 ACP faßt. Die Patrone .45 ACP stammt bereits von 1905 und erfreut sich aufgrund ihrer Eigenpräzision bei Sportschützen in aller Welt bis heute allergrößter Beliebtheit.

Neben der Firma Colt fertigen heute zahlreiche Hersteller mehr oder weniger exakte Nachbauten dieser Waffe, von der preiswerten chinesischen Kopie bis hin zum teuren Edelmodell aus spezialisierten Tuningwerkstätten und Versionen mit doppelreihigen Magazinen. Abgebildet ist eine 1991 A1, von Colt zum 80-jährigen Jubiläum der 1911 herausgebracht.


Parabellum-Pistole

Diese nicht minder bekannte Waffe ist ein Zeitgenosse der Colt 1911. Von Georg Luger (daher auch oft Luger-Pistole genannt) aus der eher unhandlichen Borchardt-Pistole entwickelt, brachte die DWM (Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik) die Pistole unter dem Namen Parabellum auf den Zivilmarkt, bevor sie 1904 (mit 15 cm langem Lauf) von der deutschen Marine und schließlich 1908 (mit 10 cm langem Lauf) als Pistole 08 vom deutschen Heer als Dienstwaffe akzeptiert wurde. Auch in der Schweiz war die Parebellum offizielle Armeewaffe, jedoch im Kaliber 7,65 mm Parabellum. Die Produktion endete (von wenigen Mauser-Kleinserien abgesehen) bereits 1942, nach dem Krieg wurden die Waffen jedoch noch z.B. in der ehemaligen DDR bei der Polizei verwendet. In der Ausführung Pistole 08 verschießt die Waffe das Kaliber 9mm Parabellum. Diese Patrone ist maßgleich mit der heutigen 9x19mm, doch sollte aus den alten Waffen spezielle, etwas schwächer laborierte Fabrikmunition (Lapua) oder wiedergeladenen Munition verschossen werden, deren Leistung der ursprünglichen Parabellum-Patrone entspricht.

Eine seltenere Ausführung der Pistole 08 ist die Lange Pistole 08, die im 1. Weltkrieg für die Verwendung bei Artillerieeinheiten (daher oft auch Ari-08 genannt) gefertigt wurde. Diese Waffe verfügt im Gegensatz zur kurzen Version über einen 20 cm langen Lauf und eine verstellbare Visierung. Am Griffstück kann das mit einem Brettchen versteifte Holster als Anschlagschaft montiert werden.

Die Parabellum-Pistole ist auch aufgrund ihres einmaligen Kniegelenk-Verschlusses technisch von großem Interesse. Da es keine Neuwaffen gibt, richten sich die Preise für Gebrauchtstücke stark nach dem Zustand bzw. bei Sammlerstücken auch nach der Seltenheit. Eine ganze Reihe von Büchsenmachern bietet jedoch auch hochwertig überarbeitete Waffen an, bzw. fertigt seltene Ausführungen aus Umbauten von Standardmodellen.


Beretta Modell 92

Die Beretta 92 ist eine moderne Pistole und löste etwa 1985 die oben beschriebene Colt 1911 A1 bei der amerikanischen Armee ab. Sie wird heute auch von zahlreichen anderen Armeen und Polizeibehörden weltweit eingesetzt. Die Beretta 92 verfügt zur Gewichtsreduzierung über ein Griffstück aus hochfestem Spezialaluminium, das Magazin der Waffe faßt 15 Patronen im Kaliber 9x19 mm, das das weltweit verbreitetste Pistolenkaliber ist.

Die Beretta 92 ist in unterschiedlichen Ausführungen, u.a. mit festen oder verstellbaren Visierungen, lieferbar.


IMI/Magnum Research Desert Eagle

Die Desert Eagle gehört zu den schwersten Fausfeuerwaffen, die jemals im behördlichen Bereich Verwendung fanden. In den 80er Jahren von Magnum Research, USA, konzipiert, wird die Waffe sowohl von Magnum Research selbst als auch von Israel Military Industries, Israel, für den zivilen und militärischen Markt gebaut. Mit ihrem gasdruckgesteuerten Drehverschluß nimmt die Desert Eagle eine Sonderstellung unter den Kurzwaffen ein.

Desert Eagles sind in verschiedenen starken Kalibern erhältlich, z.B. .357 Magnum, .44 Magnum und .50 Action Express. Wer viel mit seinem Desert Eagle schießt, wird trotz der insgesamt massiven Konstruktion nicht daran vorbeikommen, alle paar tausend Schuß diverse Federn austauschen zu müssen, deren Beschaffung nicht immer ganz einfach ist. Kleiner Tip: Direkt bei Magnum Research in USA bestellen! Kommt problemlos per Post und der Einfuhrzoll ("Druckfedern") ist akzeptabel.


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